| Landtagswahl
2011:
Wir
sind tief bestürzt über den Verlust des Direktmandates im Wahlreis 46.
Mit Dr. Klaus Schüle verlieren wir einen wichtigen Verbündeten, einen
der in den letzen 10 Jahren außerordentlich viel für die Gemeinde
Glottertal und seine Bürgerinnen und Bürger getan hat. Dies hat sich im
Wahlergebnis leider nicht widergespiegelt. Wir schulden ihm aber großen Dank und Anerkennung. Es bleibt uns nur der Trost, dass uns unsere
Stammwähler treu geblieben sind. Zufrieden können wir mit diesem
Wahlergebnis natürlich nicht sein. Die CDU hat im Glottertal nicht von der hohen Wahlbeteiligung profitieren können.
Freuen können wir uns über den
Landtagseinzug unseres CDU-Kreisvorsitzenden Dr. Patrick Rapp, er hat
den Wahlkreis 48 erfolgreich verteidigt. Mit Dr. Rapp sind wir
freundschaftlich verbunden, wir wissen unsere Anliegen bei ihm in besten
Händen.
Die
Wahl war natürlich vollkommen überschattet von den schlimmen Ereignissen
in Japan. Unsere politischen Gegner haben bewusst die auch für uns
nachvollziehbare Verunsicherung der Menschen ausgenutzt und eine
beispiellose Massenhysterie geschürt. Dabei ist die Katastrophe von Japan
nicht einfach eins zu eins auf Deutschland zu übertragen. Zum einen ist
es laut Experten ziemlich unwahrscheinlich, dass ein Erdbeben dieser
Stärke auch bei uns auftreten könnte, von einem Tsunami ganz zu
schweigen. Natürlich könnte auch bei uns etwas passieren, allerdings ist
es kaum vorstellbar, dass der Dilettantismus, mit dem der japanische
Atomkraftwerksbetreiber die Katastrophe zu bewältigen versucht hat, auch
in Deutschland zu Tage treten könnte. Man fragt sich, warum die Japanische
Regierung sich nicht sofort die weltweit besten Experten geholt hat. Die
Atomkraftwerke, die uns in Südbaden gefährlich werden könnten, stehen
auf Französischem und Schweizer Boden.
Noch
in 2009 und Anfang 2010 waren die Menschen voll großer Sorge um ihre
Arbeitsplätze, waren wir doch in der schwersten wirtschaftlichen Krise
der Nachkriegszeit. Keine/r konnte sich seines Arbeitsplatzes sicher sein
und wir wussten nicht was mit unserem Geld, dem Euro, passieren würde.
Durch kluges politisches Handeln, durch besonnenes Verhalten der
Unternehmer und der Belegschaften kamen wir wieder aus der Krise heraus.
In Baden-Württemberg ist das Bruttoinlandsprodukt in 2010 um 5,5 Prozent
gewachsen, wir sind gestärkt aus der Krise herausgekommen. Darum beneiden
uns unsere Nachbarn. In unseren Nachbarländern kann kaum jemand
verstehen, warum eine erfolgreiche Regierung dermaßen abgestraft
wird.
Als
Demokraten nehmen wir dieses Wahlergebnis und die uns vom Wähler
zugewiesene Oppositionsrolle an. Wir werden die grün-rote Regierung an
ihren Taten und nicht an ihren Sprüchen messen.
Sorgen
macht uns die Tatsache, dass der Geldsegen, den die Grün-Roten im
Wahlkampf versprochen haben, vor allem den Menschen in den Städten (da
sitzen ja auch die meisten Wähler) zugute kommen wird. Die CDU wird
weiterhin auch für die Menschen im ländlichen Raum da sein.
Sollte Grün-Rot versuchen ihre Schul-Ideologien in die Tat umzusetzen
werden wir uns ebenfalls zur Wehr setzen. Wir werden nicht zulassen, dass
unser bewährtes Schulsystem in fünf Jahren zunichte gemacht wird. Was
die Menschen in Hamburg nicht haben wollten, lehnen die Menschen in
Baden-Württemberg erst recht ab.
Die
CDU Glottertal bedankt sich bei allen Wählerinnen und Wählern, die sich
nicht von den Sprüchen der Grünen haben beeindrucken lassen und uns die
Treue gehalten haben. Wir sind weiterhin die mit Abstand stärkste
politische Kraft im Glottertal und wir werden alles dafür tun, dass das
auch weiterhin so bleibt.
Berthold
Hoch, Vorsitzender
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